Jede Generation hat ja so ihre Favoriten. Dunkel erinnere ich mich an He-Man und Skeletor. Mein 14-jähriges Patenkind stand in den Neunzigern auf Hannah Montana und heute kommen Mädcheneltern ganz offensichtlich nicht an Elsa, der Eiskönigin, vorbei. Die übrigens auch bei 25 Grad im Schatten sehr präsent ist, obwohl sie ja gar kein Eis bringt - zumindest kein leckeres. Dann könnte ich den Hype ja noch besser verstehen.
Ein Blog über alles, was einen so umtreibt, als Nachbarin, Ehefrau, Mutter, Selbständige... Kleine Begebenheiten, Skurriles und Katastrophales aus meinem Familien-Alltag.
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Freitag, 20. Mai 2016
Elsa wer?
Jede Generation hat ja so ihre Favoriten. Dunkel erinnere ich mich an He-Man und Skeletor. Mein 14-jähriges Patenkind stand in den Neunzigern auf Hannah Montana und heute kommen Mädcheneltern ganz offensichtlich nicht an Elsa, der Eiskönigin, vorbei. Die übrigens auch bei 25 Grad im Schatten sehr präsent ist, obwohl sie ja gar kein Eis bringt - zumindest kein leckeres. Dann könnte ich den Hype ja noch besser verstehen.
Montag, 8. Februar 2016
Kunterbunte Karnevals-Deko
Rosenmontag und dann Sturmwarnung. In Düsseldorf ist der Zug schon abgesagt. Aber hey, das ist doch nun wirklich kein Grund, sich die Alltagssachen überzuwerfen und zur Tagesordnung überzugehen. Noch zwei Tage, Leute, an denen ihr nach Herzenslust so richtig albern sein dürft. Und das geht doch genauso gut in den eigenen vier Wänden. Wer also jetzt spontan eine Schlechtwetter-Ersatz-Karnevalsparty schmeißen will, könnte sich über diese echt super schnell und einfach gemachten Last-Minute-Karnevals-Deko-Tipps freuen.
Dat jieht ratzfatz!!!!
Da: Galeria Kaufhof Living-Blog
Dat jieht ratzfatz!!!!
Da: Galeria Kaufhof Living-Blog
Montag, 1. Februar 2016
Karnevalskostüme - Last Minute
Gestern. Ich. Auf der Baustelle. Streichen. Alleine. Da hatte ich Muße nachzudenken. Und zuzuhören. Den karnevalistischen Klängen aus dem Festzelt am Marktplatz - etwa 300 Meter Luftlinie entfernt. Da brüllte ein Frau von elf Uhr elf bis in den späten Nachmittag hinein irgendwelche lustigen Parolen ins Mikrofon und wurde immer heiserer. Dazwischen Viva Colonia, Umtata und auch schon mal Andreas Bourani und die Sporties. Willkommen im Köln-Bonner Umland.
Dieses Jahr feiern wir Karneval entweder spontan oder gar nicht. Da "gar nicht" für unsere kleine Faschings-Fashionista keine Option ist, also spontan. Ich geh als Bauarbeiter oder vielleicht mach ich mir doch noch was Schnelles aufn letzten Drücker. Einige Ideen habe ich ja übers Jahr schon zusammengetragen. Wenn ihr also selbst noch Inspiration für ein Last-Minute-Kostüm braucht: Hier kommt der Stoff!
Mein GALERIA Kaufhof-Blog "Karnevalskostüme selber machen"
Dieses Jahr feiern wir Karneval entweder spontan oder gar nicht. Da "gar nicht" für unsere kleine Faschings-Fashionista keine Option ist, also spontan. Ich geh als Bauarbeiter oder vielleicht mach ich mir doch noch was Schnelles aufn letzten Drücker. Einige Ideen habe ich ja übers Jahr schon zusammengetragen. Wenn ihr also selbst noch Inspiration für ein Last-Minute-Kostüm braucht: Hier kommt der Stoff!
Mein GALERIA Kaufhof-Blog "Karnevalskostüme selber machen"
Donnerstag, 12. Februar 2015
Das Last Minute-Kostüm zu Karneval
Was so eine echte Rheinländerin ist, MUSS eine Einstellung
zum Karneval haben. Denn man kommt nicht daran vorbei. Also doch - auf den
Seychellen oder in einem einsamen Strandkorb an der Nordseeküste. Aber bei
allem, was sich derzeit im Umkreis von 100 Kilometern um Köln herum bewegt,
heißt es: mitgehangen, mitgefangen (zum Beispiel vom Lasso eines
vorbeireitenden oder -schwankenden Cowboys…)
Das klingt jetzt so, als wäre ich ein Karnevalsmuffel. Weit
gefehlt: Ich bin der Cowboy!! Oder war es, bevor ich irgendwo mein Lasso
verloren habe... Meine Sozialisation zum Jeck begann schon in der Vorpubertät,
als ich als Funken-Mariechen die Session auf Sitzungsbühnen und bei Umzügen
verbrachte. Meine Karriere fand allerdings ein abruptes Ende, als alle anderen
Mädels Tanz-Marie wurden und ich angesichts der Vorstellung, ein Rad schlagen
zu müssen, schreiend aus der Turnhalle lief.
Meiner Liebe zum Straßenkarneval hat das jedoch keinen
Abbruch getan. Es folgten viele Jahre, in denen es spätestens ab
Weiberfastnacht auf die Piste ging. Dabei war ich weniger der Clown-Typ, auch
wenn die es mit Jacken unter ihren großen Kostümen oft wärmer hatten als ich. Auch
Uniformen reizten mich weniger, auch wenn die Flugbegleiterin, die Polizistin
und die Krankenschwester neben mir am Zug wesentlich mehr Kamelle und Strüssje
absahnten als ich.
Egal - ich wollte glitzern! Glitter weckt eine elsterartige
Leidenschaft in mir, der ich theoretisch das ganze Jahr hindurch frönen könnte.
Praktisch käme es wohl etwas seltsam, wenn ich meine Tochter jeden Tag mit
Federboa und Paillettenrock aus der Kita abholen würde. Manchmal lackiere ich
ihr einen Fingernagel mit meinem Karnevalsnagelack. Dann kann ich nicht
wiederstehen und trage ihn mir auch auf.
Mein Mann, der weder mit Glitter noch mit Karneval viel am Hut hat,
sieht wohlwollend darüber hinweg.
Wenn das Kostüm
untreu wird
Nach vielen Jahren als Elfe, Engel oder Schmetterling
erreichte ich allerdings eine Gewichtsklasse, mit der die Leichtigkeit, die
solchen Kostümen innewohnt, nicht mehr so recht korrespondieren wollte. Also
wurde ich zum Cowboy, beziehungsweise Cowgirl. Reiterhosen hatte ich ja schon!
Ich kaufte mir ein Lasso, ein Halfter mit Revolver und einen goldenen (das
musste sein) Cowboyhut, kombinierte das Ganze mit Jeans, Karo-Hemd und
Stiefeln, flocht mir Zöpfe und trug Glitter im Gesicht auf. (http://www.galeria-kaufhof.de/store/p/Karnevalsaccessoire-Glitterstifte-mit-Spitzer/1000272131)
Diesem Kostüm bin ich seit zehn Jahren treu. Leider hält
sich die Treue umgekehrt in Grenzen. Das Lasso verlor ich 2009 auf einem Kölner
Dach, der Revolver kam mir ein Jahr später im Getümmel abhanden und ward nie
mehr gesehen. Das leere Halfter, das ich danach trotzig weitertrug, verließ
mich in der letzten Session, als ich erstmals seit der Geburt meiner Tochter
wieder Weiberfastnacht feierte. Allein mein Hut ist mir geblieben.
Dafür arbeite ich mich jetzt an meiner Tochter ab! Mit
wachsendem Erfolg. Lehnte sie es letztes Jahr noch vehement ab, das süße
Froschkönig-Cape zu tragen, dass ich für sie erstanden hatte, tritt sie dieses Jahr in meine
Fußstapfen. Soll heißen: Es muss glitzern! Seit Wochen legt sie ihr Prinzessinnenkleid
nur noch zum Schlafen ab, Zepter und Krone begleiten sie durch den Tag und es
ist schon wesentlich mehr als eine Zacke rausgebrochen.
Die Kita gibt zudem jedes Jahr ein Karnevalsthema vor. Eröffnete
2014 das Thema „Märchen“ viele Möglichkeiten, sieht das in diesem Jahr anders
aus. Motto ist das Kinderbuch „Freunde“ von Helme Heine, was drei Kostüme zulässt:
Maus, Hahn oder Schwein! Ja, und Fahrrad. Schon klar! Da unsere Tochter bei uns
ohnehin „die Maus“ ist, war klar, wohin die Reise geht. Ein Besuch in der
Kinder- und der Kurzwarenabteilung bei
Kaufhof und Jonny Mauser ist fertig.
Do it yourself-Kostüme
Vier Tage vor Karneval kam dann plötzlich meine Tochter zu
mir und meinte: „Ich möchte als Hexe gehen!“ „Wie, du bist doch Prinzessin UND
Maus.“ „Ja, Prinzessin, Maus UND Hexe.“ Drei Kostüme in einer Session, das habe
ich mir noch nie erlaubt. Und dann so kurzfristig!! Aber wofür ist man
verwöhntes Einzelkind? Hexe soll es sein! „Aber nur mit Sachen, die wir zu
Hause haben“, bestimmte ich, um mein Gewissen zu beruhigen und googelte:
Prinzessinnenkleid in Hexenkostüm umwandeln.
Dann zerschnitt ich ein schwarzes T-Shirt meines Mannes, der
hat so viele, das merkt der gar nicht, opferte
breites Dekoband und goldenes Glanzpapier aus meinem Bestand und bastelte mit
einer alten Schultütenvorlage einen… nein zwei… nein drei Hexenhüte aus
Tonpapier. (Das mit dem Kopfumfang ist gar nicht so einfach oder meine Tochter
hatte gerade einen massiven Wachstumsschub.)
Das Ende vom Lied: Ich bin mal wieder im Bastelfieber! Der
goldene Cowboyhut bleibt dieses Jahr an der Garderobe, wo er sich ohnehin gut
als Deko macht. Und ich baue mir drei (oder vier oder fünf) Kostüme für die
Karnevalsparty nur aus Dingen, die hier, beziehungsweise im Kleiderschrank
meines Mannes so rumfliegen. Und der? Hat sich anstecken lassen, ist in den
Keller gegangen und kam mit allen Fußball-WM-Utensilien nach oben, die er
finden konnte.
Alaaf, Helau, Hä Hopp und was es sonst noch so alles gibt.
Last-Minute-Selfmade-Karnevalskostüme
Mit einem weißen T-Shirt als Basis kann man raffinierte
Kostüme machen:
Sterntaler:
1. Glitzer-Geschenkpapier, 2. Doppelklebeband, 3.
Weihnachts-Streudeko, 4. Weißes Stofftaschentuch, 5. Sternausstecher als
Schablone
Mit den Ausstechern als Schablone Sterne aus dem
Glitzerpapier ausschneiden. Die Sterne und die Streudeko mit Doppelklebeband am
T-Shirt befestigen, weißes Stofftaschentuch so aufkleben, als würden einige
Sterne hineinfallen.
Geldwäscher:
1. Leere Waschmittelpackungen (optional für die Rückseite),
2. schwarzer Stift, 3. Dekodraht, 4. Wäscheklammern, 5. Doppelklebeband, 6.
Spielgeld
Mit schwarzem Stift Umrisse einer Waschmaschine auf das
T-Shirt zeichnen, Spielgeld mit Doppelklebeband aufkleben. Für die Kette
Dekodraht zurechtbiegen und einige Wäscheklammern mit Geld daran befestigen.
Wer mag, kann sich leere Waschmittelpackungen auf den Rücken kleben.
Drache:
1. Bunte Papierservietten, 2. schwarzer Stift, 3. Klebefilm,
4. Geschenkband, 5. Kordel
Mit schwarzem Stift die Umrisse und das Gesicht eines
Drachen aufmalen. An allen Ecken gekräuseltes Geschenkband aufkleben. Bunte
Papierservietten in jeweils vier gleich große Streifen schneiden. Die Streifen
mittig zusammenfassen, so dass eine Schleife entsteht. Eine Schleife vorne am
unteren Ende des Drachen aufkleben. Mehrere Schleifen mit Kordel verbinden und
hinten am T-Shirt auf Hüfthöhe befestigen.
Oder man wühlt sich ein bisschen durch den Haushalt:
Gärtner:
1. Strohhut, 2. Gummistiefel, 3. Schaufel und Rechen aus dem
Sandkasten, 4. Gießkanne, 5. Grünes T-Shirt als Schürze, 6. Osterkörbchen mit
Obst- und Gemüse, 7. Kunstpflanze, 8. Dekoband für die Schürze, 9. Deko-Äpfelchen,
10. Doppelklebeband, 11. Kordel
So vorhanden, Strohhut, Gummistiefel und grünes T-Shirt
kombinieren. Grünen Stoff, in diesem Fall ein altes Shirt, rechteckig
zuschneiden und so auf das Dekoband kleben, dass eine Schürze entsteht. Schaufel
und Rechen aus dem Sandkasten der Kinder entwenden. Gießkanne, Körbchen und
andere Dinge, die zum Gärtner passen mit Doppelklebeband und Kordeln am Kostüm
befestigen.
Beachgirl:
1. Klamotten, die man am Strand tragen würde, 2. Käppi, 3.
Strandspielsachen, 4. Badelatschen, 5. Kordel, 6. Sonnenmilch
Einfach anziehen, bzw. für draußen über die warme Kleidung
ziehen. Eimer eignet sich hervorragend, um beim Karnevalszug Kamelle zu fangen.
Sonnenmilch und Strandspielzeug an der Kleidung festknoten.
Tischlein deck‘ Dich
1. Weißes Lacken, 2. Plastikgeschirr und -besteck, 3.
Lebensmittelverpackungen, 4. Servietten, 5. Doppelklebeband
Weißes Bettlaken oder alte Tischdecke wie eingezeichnet
zurechtschneiden. Mit Doppelklebeband möglichst leichtes Plastikgeschirr und
Besteck, Verpackungen, Servietten, Tischdeko etc. aufkleben.
Montag, 3. März 2014
Alaaaaaf!!
Es ist Karneval und irgendwie sind wir doch alle Kölner. Ich gehe dieses Jahr als Manisch-Depressive. Zumindest kam es mir so vor, bei meinem Wechselbad der Gefühle am Weiberfastnacht-Morgen. Ich bin eigentlich zu alt für Partys. Also, für echte Partys, nicht die, von denen man sich gemeinsam mit anderen Eltern um halb elf verabschiedet, weil Durchmachen seit der Geburt der Kinder nichts Besonderes mehr ist... Aber dieses Jahr wollte ich es nochmal wissen.
Der Donnerstagmorgen begann mit einem echten Tiefpunkt in Sachen Gesichtererkennung. Irgendwie ist in solchen Situationen auch immer mein Mann dabei. Egal! Wir also morgens in die buntbehängte Kita, wo uns ein wallküreartiger Froschkönig begrüßte, was Töchterlein dazu veranlasste, ihr eigenes grünes Cape sofort und unwiderbringlich von sich zu werfen. Dieses "Spiegelbild" war wohl zu viel für sie, sie hat es bis heute nicht mehr angezogen...
In der Mäusegruppe saß Biene Maja, der Praktikant. Das dachte ich zumindest, als ich ihn höflich ansprach, um nach seinem Namen zu fragen und wie lange er denn bleibe. Immerhin bin ich im Elternbeirat, da muss man ja schon wissen, was so passiert! "Ich bin der Vater von Maja", sagte er und ich lachte herzlich: Guter Witz! "Nein, ich bin wirklich der Vater von Maja", formulierte er überdeutlich und wies auf eine kleine Biene zu seinen Füßen, die ich irgendwie im Gewusel übersehen hatte.
"Oh!" machte ich und hatte wenigstens den Anstand rot anzulaufen. Besagte Maja befindet sich - wie ich sehr wohl weiß - in der Kita-Eingewöhnungsphase und ich hatte mich noch zwei Tage vorher ausführlich mit ihren Vater unterhalten, der mich nun wahrscheinlich für völlig plemplem hält. Im besten Fall nimmt er wohl an, ich hätte morgens um acht schon mal ein bisschen vorgeglüht. Nach diesem Einstieg wollte ich Karneval eigentlich abblasen.
Verzottelt, ungeschminkt und gebeugt, ob dieser Schmach, schleppte ich mich zu Rewe und suchte zwischen den Regalen nach meinem Selbstwert. Und dann traf ich Frau Born! Kassiererin, weißblonde Föhnwelle, wogender Busen, die Rente in Sicht. Und Frau Born rettete meinen Tag an der Kasse mit genau zwei genuschelten Worten: "Perso bitte!"
Ich drehte mich um, auf der Suche nach Jugendlichen mit Alkopops, aber nein: Sie meinte mich!! Mich und meinen Zentiliter Wodka (wie war der denn aufs Band gekommen?). Jubelnd rannte ich um die Kasse herum, riss den Verschlag auf und Frau Born in meine Arme, um mit ihr gemeinsam "Viva Colonia" zu intonieren. Naja, zumindest hätte ich das gerne: Immerhin hatte sie mich gleich 20 Jahre jünger gemacht! Kölle Alaaf!!
Der Rest des Tages gestaltete sich, wie danach zu erwarten war: Einfach Bombe! Und als hätte meine Erfahrung im Supermarkt nicht gereicht, hänge ich mir noch die folgende Aussage eines unbekannten Mit-Jecken gerahmt übers Bett: "Jut dat de dabei bis, mit dir kama escht Paaady mache!" Juchhuuu!
Was mein Mann an Weiberfastnacht gemacht hat? Na, er hat sich zu Hause eine Zombie-Apokalypse reingezogen und dieses Kontrastprogramm frecherweise mit den Worten kommentiert: "Wieso Kontrastprogramm???"
Der Donnerstagmorgen begann mit einem echten Tiefpunkt in Sachen Gesichtererkennung. Irgendwie ist in solchen Situationen auch immer mein Mann dabei. Egal! Wir also morgens in die buntbehängte Kita, wo uns ein wallküreartiger Froschkönig begrüßte, was Töchterlein dazu veranlasste, ihr eigenes grünes Cape sofort und unwiderbringlich von sich zu werfen. Dieses "Spiegelbild" war wohl zu viel für sie, sie hat es bis heute nicht mehr angezogen...
In der Mäusegruppe saß Biene Maja, der Praktikant. Das dachte ich zumindest, als ich ihn höflich ansprach, um nach seinem Namen zu fragen und wie lange er denn bleibe. Immerhin bin ich im Elternbeirat, da muss man ja schon wissen, was so passiert! "Ich bin der Vater von Maja", sagte er und ich lachte herzlich: Guter Witz! "Nein, ich bin wirklich der Vater von Maja", formulierte er überdeutlich und wies auf eine kleine Biene zu seinen Füßen, die ich irgendwie im Gewusel übersehen hatte.
"Oh!" machte ich und hatte wenigstens den Anstand rot anzulaufen. Besagte Maja befindet sich - wie ich sehr wohl weiß - in der Kita-Eingewöhnungsphase und ich hatte mich noch zwei Tage vorher ausführlich mit ihren Vater unterhalten, der mich nun wahrscheinlich für völlig plemplem hält. Im besten Fall nimmt er wohl an, ich hätte morgens um acht schon mal ein bisschen vorgeglüht. Nach diesem Einstieg wollte ich Karneval eigentlich abblasen.
Verzottelt, ungeschminkt und gebeugt, ob dieser Schmach, schleppte ich mich zu Rewe und suchte zwischen den Regalen nach meinem Selbstwert. Und dann traf ich Frau Born! Kassiererin, weißblonde Föhnwelle, wogender Busen, die Rente in Sicht. Und Frau Born rettete meinen Tag an der Kasse mit genau zwei genuschelten Worten: "Perso bitte!"
Ich drehte mich um, auf der Suche nach Jugendlichen mit Alkopops, aber nein: Sie meinte mich!! Mich und meinen Zentiliter Wodka (wie war der denn aufs Band gekommen?). Jubelnd rannte ich um die Kasse herum, riss den Verschlag auf und Frau Born in meine Arme, um mit ihr gemeinsam "Viva Colonia" zu intonieren. Naja, zumindest hätte ich das gerne: Immerhin hatte sie mich gleich 20 Jahre jünger gemacht! Kölle Alaaf!!
Der Rest des Tages gestaltete sich, wie danach zu erwarten war: Einfach Bombe! Und als hätte meine Erfahrung im Supermarkt nicht gereicht, hänge ich mir noch die folgende Aussage eines unbekannten Mit-Jecken gerahmt übers Bett: "Jut dat de dabei bis, mit dir kama escht Paaady mache!" Juchhuuu!
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