Jede Generation hat ja so ihre Favoriten. Dunkel erinnere ich mich an He-Man und Skeletor. Mein 14-jähriges Patenkind stand in den Neunzigern auf Hannah Montana und heute kommen Mädcheneltern ganz offensichtlich nicht an Elsa, der Eiskönigin, vorbei. Die übrigens auch bei 25 Grad im Schatten sehr präsent ist, obwohl sie ja gar kein Eis bringt - zumindest kein leckeres. Dann könnte ich den Hype ja noch besser verstehen.
Ein Blog über alles, was einen so umtreibt, als Nachbarin, Ehefrau, Mutter, Selbständige... Kleine Begebenheiten, Skurriles und Katastrophales aus meinem Familien-Alltag.
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Freitag, 20. Mai 2016
Elsa wer?
Jede Generation hat ja so ihre Favoriten. Dunkel erinnere ich mich an He-Man und Skeletor. Mein 14-jähriges Patenkind stand in den Neunzigern auf Hannah Montana und heute kommen Mädcheneltern ganz offensichtlich nicht an Elsa, der Eiskönigin, vorbei. Die übrigens auch bei 25 Grad im Schatten sehr präsent ist, obwohl sie ja gar kein Eis bringt - zumindest kein leckeres. Dann könnte ich den Hype ja noch besser verstehen.
Donnerstag, 4. Februar 2016
Ey Leute...
... ich hab da so ne tolle Freundin, die gerade ein ganz großartiges Plus Size Online-Magazin an den Start gebracht hat: "anbou" für Frauen mit Kurven! Ich finde die Idee super, ich finde die Umsetzung super und am superersten finde ich, dass ich gleich mit einem Gastartikel dabei sein durfte. Juchheee!
Also bitteschön hier kommt "Das Muttertier"!
Viel Spaß und Alaaaaaaaaf!
Eure Nachbarin - janz jeck
Also bitteschön hier kommt "Das Muttertier"!
Viel Spaß und Alaaaaaaaaf!
Eure Nachbarin - janz jeck
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Donnerstag, 26. März 2015
Das Ostergeschenk
Kleine Kinder entwickeln sich manchmal überschallartig. Noch
im August schrieb ich darüber, dass unsere Maus offensichtlich wunschlos
glücklich ist und selbst in der Kaufhof-Spielwaren-Abteilung lieber Rolltreppe
fährt, als sich ein Geschenk auszusuchen. Im September kam
sie dann in die neue Kita-Gruppe. Die mit den großen Mädchen und ihren Barbies,
Eisköniginnen und Einhörnern. Als meine Dreijährige zum ersten Mal nach Hause
kam und sagte „Ich will eine Monster High!“ wusste ich: Eine Ära geht zu Ende UND ich bin noch
nicht so weit!!
Aber es nützt alles nichts. Aus meiner Maus ist ein echtes
Mädchen geworden, das seit einem Besuch der Karnevalsabteilung vor acht Wochen
zu Hause ein Krönchen trägt und auf die Frage nach der Lieblingsfarbe
„Glitzer!“ antwortet. Immerhin. Damit haben wir etwas gemeinsam. Sorgen mache
ich mir eher um meinen Mann, der schon in den Startlöchern steht, um ihr das
Fußballspielen beizubringen. Ich sehe sie schon im wehenden Prinzessinnenkleid
über den Bolzplatz rennen und mit zierlichen Lackschühchen im Matsch stecken
bleiben…
Aber nun steht erst einmal Ostern vor der Tür. Als ich Kind
war, gab es bunte Eier und einen Schokohasen. Heute gibt es schon Wochen vorher
Anfragen aus der Verwandtschaft, mit welchen irdischen Gütern man unsere Kleine
denn erfreuen könnte. Fragt man sie selbst, purzeln mittlerweile eine Menge
Wörter aus ihrem Mund. Darunter zu meinem leichten Entsetzen „Barbie im Reitdress mit Pferd und rosa Zaumzeug“. Ich habe ihr
dieses Traumduo in Aussicht gestellt, sobald sie alleine in ihrem Bett
durchschläft und mich danach entspannt zurückgelehnt. Das kann noch dauern!
Ein Häschen
Ja, und dann poppte vor zwei Wochen ein Wunsch auf, der
schon vor Weihnachten Thema gewesen war. Ein Häschen! Meine Tochter war nämlich
im Advent fest davon überzeugt, dass der Osterhase VOR dem Christkind kommt, es
danach schneit und man die Eier im Schnee sucht. Ist ja auch viel einfacher, so
bunt auf weiß. In diesem Zusammenhang instruierte sie mich damals, das Wort
„Häschen“ auf den Wunschzettel ans Christkind zu schreiben. Und tatsächlich lag
eins unterm Weihnachtsbaum. Ein kleines, graues, mit Weihnachtsmütze.
Sie hat sich auch brav gefreut, aber offenbar ist es das
noch nicht gewesen, denn nun startet sie einen neuen Versuch mit dem Osterhasen. So
nach dem Motto: ‚Wenn sich einer auskennt…‘ Jetzt könnte ich mir natürlich ein
Herz fassen und ein echtes Osterhäschen nebst umfangreichen Zubehör in die
bisher so erfreulich tierhaarlose Wohnung holen. Will ich aber irgendwie nicht.
Zum einen haben wir nicht nur einen Allergiker-Vater und einer Allergiker-Oma,
sondern eventuell auch ein Allergiker-Kind und ich möchte letzterem nicht das
Herz brechen nur, weil Puki kurz nach dem Einzug wieder verschwinden muss.
Zum anderen erinnere ich mich mehr als lebhaft an die erste
Begegnung unserer Maus mit einem Hasenbaby. Okay, damals war sie erst knapp
über ein Jahr alt, aber das Kaninchen hat jetzt lebenslangen Förderbedarf und
ich offensichtlich ein Trauma. Vor zwei Wochen waren wir wieder auf demselben
Bauernhof und wieder gab es Häschen zu streicheln. Diesmal hat sie das sehr
vorsichtig und sehr sanft gemacht… Trotzdem, und da gibt mir Google recht, ist
drei einfach noch zu jung für ein Haustier.
Ich bin noch nicht so
weit
Als gestern die Tante anrief und nach Osterwünschen fragte,
erwischte ich mich dabei, wie ich sagte: „So ein Plüschhäschen wäre schön.“ Es
gibt ja welche, die sehen aus wie echt und fühlen sich auch so an. Kurz darauf
rief sie nochmal an. „Du, es gibt da so Häschen mit Nachtlicht und Herzton.
Damit wird die Kleine bestimmt durchschlafen.“ Ich dachte an ruhige Nächte, an
Platz im Ehebett, an eine Decke ganz für mich allein. Und dann dachte ich an
die versprochene Reiter-Barbie und sagte schnell: „Ach, ein normaler tut‘s
auch“. Ich bin einfach noch nicht so weit...
Übrigens: Wer auch noch ein süßes Ostergeschenk für Kind,
Enkel, Nichte oder Neffe sucht: Im Kaufhof-Online-Sshop gibt es über fünfzig
verschiedene Plüschhäschen und eine Menge mehr.
„Frohe Ostern!“
Eure Nachbarin
Freitag, 19. Dezember 2014
Wenn der Postmann täglich klingelt
Weihnachtszeit, Paketezeit. Vor allem, wenn man mehr am Rand vom Rand wohnt und die sieben Kilometer bis zur Innenstadt dank Kleinkind in der Trotzphase unüberwindlich erscheinen. Was aber tun, mit den vielen, vielen Kartons, die sich nach einer vorweihnachtlichen Geschenke-Order-Aktion in der Ecke stapeln...
Es gibt da diese Theorie: Ein zerbrochenes Fenster, das
längere Zeit nicht ersetzt wird, kann dazu führen, dass die gesamte
Nachbarschaft verkommt. So ähnlich läuft das auch in unserer Wohnung ab. Es
gibt den Zustand „picobello“. Der ist Dienstagsmittags, nachdem unsere Perle
das Haus verlassen hat. Ich habe morgens aufgeräumt, sie hat der bescheidenen
Hütte Glanz verliehen!
Und dann braucht es nur eine klitzekleine Chaosecke. Dinge,
die nicht da sind, wo sie hingehören: Zwei Schrauben liegen noch auf der
Fensterbank, weil ich nicht wusste, wo sie herkommen. Der Brotkorb ist mit dem
falschen Tuch abgedeckt oder das Quietsche-Entchen steht noch vom abendlichen
Bad auf dem Wannenrand. Und schon vermüllt die ganze Wohnung. Wenn mein Mann
nach Hause kommt, kann er nicht mehr erkennen, dass unsere Perle überhaupt da
gewesen ist. Meine Tochter und ich haben dann schon ganze Arbeit geleistet.
Vor Geburtstagen und vor allem vor Weihnachten spitzt sich
das Problem zu. Denn wir bekommen Post. Viel Post! Große Pakete! Die Herren von
Versand und Co laden uns schon zu ihrem Geburtstag ein oder erzählen uns von ihren
Rückenproblemen, so gut kennen wir uns mittlerweile… Naja, vielleicht machen
sie uns auch nur für letztere verantwortlich.
Weihnachtsshopping
Aber wir wohnen eben nicht in der Bonner Fußgängerzone,
sondern quasi am Rand vom Rand. Es gibt Supermärkte und Drogerien, Bäcker,
Schneider und Floristen, aber es gibt keinen Spielwarenladen, keine Modehäuser
und keine Fastfood-Restaurants. Letzteres hat damit eigentlich nichts zu tun,
stößt aber meinem Mann immer wieder auf. Kaufhof ist Luftlinie nur siebeneinhalb
Kilometer entfernt. In der Realität aber liegen unzählige logistische und
organisatorische Meilen zwischen mir und dem Weihnachtsshopping.
Also bewege ich mich gar nicht - das kann ich ja ohnehin am
besten - und bestelle alles, was es zu bestellen gibt online. Ich meine,
Weihnachtsmann und Christkind bringen die Sachen doch auch ins Haus. Da war nie
die Rede von schwitzenden Menschenmassen, die sich – viel zu warm angezogen – bepackt,
rempelnd und mit den Nerven am Ende durchs Kaufhaus schieben, um den Wunschzettel
abzuarbeiten. Und das sind nur die OHNE zeterndes Kleinkind an den Haxen. No
thanks!
Aber zurück zu unserer Wohnung. Wenn zwei Schrauben
ausreichen, um aus einem ordentlichen Heim ein Dickicht zu machen, durch das
man sich den Weg nur noch mühsam bahnen kann, ist der Effekt von Pappkartons
naheliegend. Und wir sprechen hier von vielen Pappkartons. In einer Ecke
gestapelt - herausquellendes Füllmaterial, Werbeprospekte und Lieferscheine
noch nicht mitgerechnet - blockieren sie etwa fünf Prozent unserer Wohnfläche
und die nächste Altpapierabfuhr ist erst in einem Monat. Unverantwortlich
sowas.
Idee!!!
Jetzt verstehe ich natürlich, dass sich manchmal eine
gewisse Kartongröße nicht vermeiden lässt. Zum Beispiel – äh – bei einem
Paravent. Warum aber Pakete hier ankommen, die mindestens eine Mikrowelle
vermuten lassen, sich dann aber als Transportkäfig für zwei zentimeterhohe
Tierfigürchen erweisen, erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Vielleicht
kann mich jemand erhellen.
Jedenfalls habe ich mir überlegt, dass ich – auch um mein
schlechtes Gewissen in Sachen Papierverbrauch zu beruhigen – die diversen
Kartons einer sinnvollen Aufgabe zuführen werde. Meine 38
Weihnachtsdeko-Zeitschriften sagen seit letztem Jahr einhellig das Gleiche:
Baut Euch Weihnachtsbäume! Aus Streichhölzern und Ästen, aus Bildern, die pyramidenartig
an der Wand hängen, aus Lebkuchen und Büchern. Warum als nicht auch aus
Kartons??? Et viola!
Mittwoch, 26. November 2014
Na dann "Gute Nacht!"
Meine Tochter fragt mich jeden Tag, ob wir einen Schneemann bauen und ich zeige jeden Tag aus dem Fenster ins nasskalte Grau und sage ihr, dass da was Wesentliches fehlt. Trotzdem ist es nachts schon kalt und weil meine kleine lebende Wärmflasche nun die erste Hälfte der Nacht im eigenen Bett schläft, brauche ich Mr. Biber und Mrs. Flanell!!!
Gute Nacht!!
Brrrr – es wird Winter. Meine Tochter fragt mich jeden Tag,
ob wir einen Schneemann bauen und ich zeige jeden Tag aus dem Fenster ins
nasskalte Grau und sage ihr, dass da was Wesentliches fehlt. Die Temperaturen
geben sich aber schon Mühe. Vor allem nachts: drei Grad. Mein Mann behilft sich
mit zwei Überdecken und ich mir mit meiner lebendigen dreijährigen Wärmflasche.
Da diese aber seit ein paar Wochen immerhin die erste Hälfte
der Nacht im eigenen Bett verbringt (etwas kurzsichtig von uns, sie gerade im
Spätherbst aus dem Elternbett auszuquartieren), liege ich da abends bibbrig und
zittrig unter etwas, dass sich Ganzjahres-Bettdecke schimpft. Ja, vielleicht für
die Kanaren…
Da dieses Daunendings mit optimalen Isolations-Eigenschaften,
aber noch ziemlich neu ist, muss ich da jetzt mindestens noch eine Saison
durch, bis sich das Ganze amortisiert hat. Vor Heizdecken habe ich Angst und mir
jeden Abend eine Wärmflasche zu machen ist mir zu aufwendig. Also liege ich mit
Kuschelsocken, Skiunterwäsche, Flanellschlafanzug und Schal in Kältestarre
unter meiner Denke. Nur um dann ab etwa 3 Uhr, wenn meine Tochter das Bett
entert, an Überhitzung einzugehen.
Größere und kleiner
Schwierigkeiten
Da hilft nur eines. Wenn es die Decke nicht bringt, dann
muss wenigstens kuschelige, warme, weiche Bettwäsche her. Biber oder Flanell!
Jawohl! Und zwar ein Set für beide Elternbetten. Natürlich gibt es dabei, wie
nicht anders zu erwarten war, einige Schwierigkeiten. Erstens: Mein Mann ist
groß. Sehr groß. Ergo hat er auch eine Decke in Komfortgröße und seine Füße
schauen trotzdem noch unten raus. Ich dagegen bin, wie in fast allem, mehr so
Durchschnitt und habe eine Standard-Decke. Macht die Sache mit dem Set also
schon mal schwieriger.
Die viel relevantere Schwierigkeit ist jedoch die, sich auf
ein Design zu einigen. Denn hey, wenn wir uns schon gemeinsame neue Bettwäsche
leisten, sollten wir sie auch zusammen aussuchen. Also ran an den Laptop und
mal geguckt, was es so gibt auf dem Markt. Es fängt ja schon bei der Farbe an.
Mein Mann steht auf Männerfarben. Also schwarz, grau, braun und „zur Not auch
weiß“. Bin ich hier im Krankenhaus, oder was?
Ich stehe dagegen auf ganz normale Farben, also pink, rosa,
lila, türkis. „Pink, rosa und lila sticht sich mit deinen roten Haaren“,
stichelt mein Mann und kommt sich sehr schlau vor. Aber ha, genau da wollte ich
ihn hin haben. „Also türkis“, jubiliere ich. „Mit gelb könnte ich mich
anfreunden“, ignoriert mich mein Mann und googelt nach BVB-Bettwäsche.
„Niemals!“ bestimme ich und gebe Pip Studio ein.
Mit den Royales ins
Bett?
So geht es weiter. Flanell-Wendebettwäsche „French Vintage“,
mit türkisen Punkten und Rosenmuster gegen „Walking Dead“ Bettwäsche mit
Zombieapokalypse-Motiv. Bunte Blüten, Streifen, Punkte, Elche und Eulen gegen
Metallica, Star Wars und Simpsons. Ich glaube, mein Mann will mich ärgern, denn
zwischendurch sagt er immer wieder: „Einfach grau ginge auch!“ Pah!
Ich muss allerdings zugeben, es ist sehr erhellend zu sehen,
was der Bettwäschedesign-Markt so hergibt: Das Tablet-Muster inklusive Apps oder die
fotoechte Currywurst mit Pommes, Pizza Salami und - ja - sogar eine Tafel
Schokolade. In alledem soll man schlafen. Für letztere hätte ich mich erwärmen
können, braun hin oder her. Beliebt sind auch Prints, die erst mit dem
Schlafenden zu einem Gesamtbild verschmelzen. Etwa von Kate und Williams (bekleideten)
Körpern, die man nur noch mit dem eigenen Kopf auf dem Kissen ergänzen muss.
Je kurioser die Designs, desto mehr sind mein Mann und ich
wieder einer Meinung: „Nein, nein und nein!“ Das schweißt wirklich zusammen,
muss ich sagen. Am Ende finden wir einen Kompromiss, mit dem wir beide
glücklich sind: Biberbettwäsche in grau mit weißen Sternen! Passt zum Shabby-,
Vintage- und Landhausstil. Gibt es in mehreren Größen UND ich habe bereits eine
Kuscheldecke im gleichen Stil. Somit ist die eheliche Harmonie wieder hergestellt…
Ach ja, und damit meine Tochter nicht leer ausgeht, bestelle
ich ihr Bettwäsche für Kinder: Mit
Blümchen und türkisen Punkten drauf.
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